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Zur Messung der
Sprachverständlichkeit für SAA sind folgende Einzelschritte
erforderlich:
- §
- §
- §
- -
Messung des Schalldruckpegels
- -
Messung der Sprachverständlichkeit ohne Testsignal
- -
Messung des Störgeräusch-Spektrums
- §
- §- Einstellung des zu messenden
Signals
- §
- §- Messung der
Sprachverständlichkeit und ggf. Mittelungen
- §
- §- Rechnerische Berücksichtigung
der Störgeräusche
- §
- §- Statistische Auswertung der
Messung und Darstellung der Ergebnisse
- - Beachtung von DIN EN
60268-16:2021-10 "Objektive
Bewertung
-
der Sprachverständlichkeit durch den Sprachübertragungsindex"
Bei der Messung sind
folgende Begriffe von besonderer Bedeutung:
- -
A-bewerteter äquivalenter Dauerschalldruckpegel
- §
- §- Crestfaktor
- §
- §- Echos und Verzerrungen
- -
Mittelwert und Minimalwert einer 90%-Betrachtung
- §
- §- Störgeräuschabstand und
Störpegelkorrektur
- -
STI-Verfahren, direkte und indirekte Methode
- §
- §- Modulationsübertragungsfunktion
-
Allgemein
Sprachalarmanlagen
(SAA) sind entsprechend der verschiedenen
Anforderungen nach deutschen und europäischen Normierungen zu planen,
zu
erstellen und zu betreiben. Ein wesentliches Ziel der Anlage ist, die
erforderliche Sprachverständlichkeit zu erreichen und somit die
Grundlage der Wirksamkeit sicherzustellen. Daher muss die
Sprachverständlichkeit
im Rahmen der Inbetriebsetzung nachgewiesen werden.
Der Nachweis
erfolgt mittels Messung z.B. nach dem direkten Verfahren (STIPA).
Bei diesem
Verfahren ist die Aufnahme der Messwerte recht einfach und schnell
durchzuführen. Es können handgehaltene Geräte dazu verwendet werden.
Dennoch ist die
Messung nicht einfach damit bewerkstelligt, das passende Signal über
die SAA wiederzugeben und an einigen Positionen im Alarmierungsbereich
einen Messwert aufzunehmen. Mit dieser Methode werden in der Regel
keine belastbaren und auskömmlichen Ergebnisse erzielt. Die Ergebnisse
müssen im Ernstfall einen Beweis darüber liefern, dass die SAA
betriebssicher und funktionstüchtig ist, wozu die erforderliche
Verständlichkeit von Sprache zählt.
Auch wenn die
Aufnahme der Messwerte mit der direkten Methode recht einfach
erscheint, so sind maßgebliche Umgebungsfaktoren, Einstellvorgänge und
Auswertungen sowie Korrekturen durchzuführen, um zu einer belastbaren
Messung der Sprachverständlichkeit zu kommen.
Die in
z.B. in der Norm für SAA DIN VDE 0833-4 genannten Grenzen der
Sprachverständlichkeitwerden werden leider oft fehlinterpretiert. Ja,
es sind Grenzen aber sie bedeuten nicht, dass eine SAA, die diese
Grenzwerte nicht erreicht, grundsätzlich eine nicht ausreichende
Sprachverständlichkeit liefert. Menschen empfinden das Verstehen von
Sprache nicht mit harten Grenzen. Die normativen Grenzen können gut als
Zielgrößen in Planung und Projektierung verstanden werden. Die
tatsächliche Bewertung der Wirksamkeit einer Sprachdurchsage kann
jedoch nicht einzig über diese Grenzwerte erfolgen. DIN EN IEC 60268-16
liefert diesbezüglich deutlich detailliertere Informationen, warum eine
SAA auch mit Unterschreitung der Grenzwerte nach DIN VDE 0833-4 dennoch
wirksam sein kann.
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